Ho‘oponopono

Die Geschichte des Ho’oponopono

Die Wurzeln von Ho’oponopono reichen weit in die Vergangenheit, möglicherweise Jahrtausende zurück. Es gehört zu einem System alter hawaiianischer Lehren, zum Huna. Hu bedeutet „Wissen“, und Na steht für „Weisheit“, und die Bewahrer dieser alten Lehren heißen Kahunas, Fachleute des Huna.

Der wohl bekannteste Ho’oponopono-Therapeut ist Dr. Ihaleakala Hew Len, der die Heilung von mehreren psychisch kranken Gefangenen in seinem Buch Zero Limits einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte.

Was ist Ho’opopnopono?

Ho’oponopono ist eine geistig-spirituelle Reinigungsmethode, eine Reinigung von Ängsten und Sorgen, von destruktiven Verhaltensmustern, alten Glaubenssätzen und Paradigmen, die unserer persönlichen und spirituellen Entwicklung entgegenstehen. Es ist die Reinigung von Blockaden in unseren Gedanken und in unserer Zellstruktur, denn unsere Gedanken manifestieren sich in unserem Körper – in unseren Lach- oder Sorgefalten. Ja, auf eine gewisse Art und Weise ist unser Körper und sogar die Welt, so, wie wir sie mit unseren Sinnen wahrnehmen, ein Spiegel unseres Bewusstseins.

Diese Methode hawaiianischen Ursprungs basiert auf dem Verständnis, dass wir in einem Universum der Fülle leben, und die spirituelle Urquelle sich diese Fülle und Vollkommenheit auch für uns wünscht. Was nun aber unserer Erfahrung von echter Fülle, also liebevollem Miteinander, innerem Reichtum, spirituellem Wachstum und vollkommener Gesundheit entgegensteht, sind wir selbst. Es ist unser Denken, basierend auf bewertenden Erfahrungen, die längst ihre Gültigkeit verloren haben. Es ist das Festhalten an Ängsten und Sorgen, an Vorurteilen, an Zweifeln und dem negativen Massenbewusstsein, das uns daran hindert, unsere Vollkommenheit zu erleben. So steht sich ein Mensch selbst im Wege.

Destruktive Gedanken an Ereignisse aus der Vergangenheit machen die Welt und unser Leben nicht besser. Im Gegenteil: Das schwelende Feuer alter Enttäuschungen, von Ärger und Wut oder ein mentaler Toxin-Cocktail aus Eifersucht und Groll machen das Herz nur düster und schwer.

Das Wort „Problem“ kommt ursprünglich aus dem Griechischen und verweist auf eine Aufgabe oder eine Streitfrage. Es bedeutet wörtlich übersetzt „Die Götter werfen uns einen Stein vor die Füße.“ Dies tun die Herrscher des Olymps und das Schicksal nicht, um uns zu ärgern, sondern um uns damit aufzufordern zu wachsen. Jedes Problem (Pilikia) ist eine Herausforderung, die es anzunehmen gilt (Hihia), und stellt so eine Lernaufgabe dar. Mit jeder Herausforderung, sei es ein neuer Kollege, der Nachbar, ein Stau, eine Krankheit, eine Beziehungskrise oder das Finanzloch im Sparstrumpf, dürfen wir wachsen. Probleme und Menschen, die wir vielleicht als unsere Feinde betrachten, sind eigentlich unsere besten Freunde, denn sie zeigen uns, woran wir arbeiten müssen. Wir können auch sagen: Das Leben besteht aus einer Aneinanderreihung von Prüfungen, die uns zeigen, wo wir stehen.

Quelle:

Ulrich Emil Duprée – Ho’oponopono – Das hawaiianische Vergebungsritual
Taschenbuch, 28. Auflage November 2017, Schirner Verlag
ISBN 978-3-8434-6005-7